Gegen den antisemitischen Quds-Marsch
Das Mideast Freedom Forum Berlin beteiligt sich seit 2011 an Aktiviten gegen den antisemitischen Quds-Marsch in Berlin und anderen Orten in Deutschland. Der Quds-Marsch ist ein nationaler Kampftag im Iran, er wurde nach der islamischen Revolution vom Revolutionsführer Ayatollah Khomeini eingeführt. Jedes Jahr wird er in der Islamischen Republik Iran begangen. Die zentralen Parolen dabei sind: "Tod Israel" und "Tod Amerika". Staatliche Angestellte werden genötigt, an den zentralen Demonstrationen teilzunehmen. Der Quds-Marsch dient aber auch dazu, für das Ziel der Eroberung von "Quds" (arabisch für Jerusalem) und für die Vernichtung Israels zu werben. Weltweit organisieren deshalb Regime-nahe Organisationen Quds-Märsche in ihrer Region. So tragen sie die islamistische und antisemitische Ideologie in ihre Länder. Wir fordern, dass Demonstrationen, die zu Hass gegen Bevölkerungs-Gruppen und zu Antisemitismus aufrufen, auf deutschen Straßen keinen Platz haben sollten, und setzen uns deshalb für ein Verbot des Quds-Marsches ein.
Hier finden Sie einige unserer Aktivitäten:
Analyse von Emil Mink zum Quds-Marsch in Frankfurt, mit Vorwort der Bürgermeisterin Nargess Eskandari Grünberg (2023) (Link zur Broschüre)
Beobachtung des Quds-Marsch in Frankfurt, 2024 (Link zum Bericht)
Policy Paper: Einschätzung des Quds-Marsch in Frankfurt 2024 und Forderung des Verbots (Link zum Paper)
Policy Paper: Einschätzung des Quds-Marsch in Berlin und Forderung des Verbots (Link zum Paper)
Pressemitteilung: Antisemitische Hasskampagne gegen Israel: Der Al-Quds-Tag in Frankfurt
Frankfurt, 25. März 2025
Das Mideast Freedom Forum Berlin und die Deutsch-Israelische Gesellschaft fordern die Frankfurter Behörden auf, den antisemitischen Quds-Marsch zu verbieten, der in Frankfurt dieses Jahr am 29.3.2025 stattfindet.
Der Al-Quds-Tag wurde 1979 vom iranischen Revolutionsführer Ruhollah Chomeini ins Leben gerufen. Der Aktionstag dient dem Regime in Teheran und seinen weltweiten Netzwerken als globales Propagandainstrument zur Massenmobilisierung gegen den jüdischen Staat Israel. In Frankfurt finden seit 2015 Demonstrationen zum Quds-Marsch statt.
„Der Quds-Marsch in Frankfurt ist als Teil der internationalen Hasskampagne der Islamischen Republik Iran gegen Israel zu werten“, erklärt Ulrike Becker vom Mideast Freedom Forum Berlin. „Die Al-Quds-Demonstration ist keine legitime Meinungsäußerung, sondern ein Instrument des islamistischen Regimes zur Verbreitung von Hass und Feindbildern.“ Tibor Luckenbach von der Deutsch-Israelischen Gesellschaft in Frankfurt ergänzt: „Reden und Parolen auf dem Quds-Marsch sind von Antisemitismus geprägt. Im letzten Jahr wurden ‚Zionisten‘ als gierige Weltenfresser bezeichnet, die die Reichtümer der Welt und die Arbeit der Menschen ausbeuten und die Menschheit von Massaker zu Massaker treiben würden. Das sind antisemitische Vorstellungen, die eine Bedrohung für jüdische und israelische Menschen und Einrichtungen darstellen. Dagegen muss die Politik entschieden handeln.“
In diesem Jahr findet der Quds-Marsch unter dem Motto “Großdemo für Gaza und Alawiten in Syrien” statt und wird von schiitischen-islamistischen Kreisen beworben. Das Mideast Freedom Forum Berlin und die DIG e.V. Arbeitsgemeinschaft Frankfurt am Main fordern deshalb von den Behörden konkrete Schritte:
- Prüfung eines Verbots der Al-Quds-Demonstration in Frankfurt auf Grundlage des Hessischen Versammlungsfreiheitsgesetzes
- Strikte Auflagen für Demonstrationen mit israelfeindlichen Inhalten, darunter Videoüberwachung, Auflagen gegen volksverhetzende Parolen und Schutzmaßnahmen für jüdische Einrichtungen
- Konsequente Ahndung antisemitischer Hetze und Gewaltaufrufe (in allen zu erwartenden Sprachen, d.h. vor allem Deutsch, Türkisch, Farsi) in enger Kooperation mit der Staatsanwaltschaft
- Klare politische Positionierung gegen antisemitische Propaganda durch die Stadt Frankfurt und die hessische Landesregierung
Weitere Informationen finden sich in einem gemeinsamen Policy Paper, das Sie hier lesen können.