Die Videos der Konferenzeröffnung, des Auftaktpanels und des Panels zu den Revolutionsgarden sind nun online. Den Beitrag von Matthias Küntzel zum Thema "Die Deutschen und der Iran - Eine verhängnisvolle Freundschaft" können Sie direkt hier betrachten, die weitere Dokumentation finden Sie unter dem Menüpunkt Dokumentation.
Die Agenda der „Israelkritiker“
Vortrag und Diskussion mit Alex Feuerherdt (Bonn)
Im Auftrag der Uno erarbeitet und veröffentlicht eine Untersuchungskommission unter dem Vorsitz des Juristen Richard Goldstone einen Bericht, der eine fast 600 Seiten dicke, vehemente Anklageschrift gegen Israel ist und die terroristische Hamas im Wortsinn aus der Schusslinie nimmt. Die populäre Menschenrechtsorganisation Amnesty International bezichtigt den jüdischen Staat in einer umfangreichen Broschüre wahrheitswidrig, den Palästinensern das Wasser zu stehlen und sie dadurch an den Rand des Verdurstens zu bringen. Nahezu alle westlichen Politiker betrachten nicht die Hamas und die Fatah, sondern die israelischen Siedlungen in den umstrittenen Gebieten als „Haupthindernis für den Frieden im Nahen Osten“ und sind hellauf empört, wenn ihnen die Frage gestellt wird, warum Juden in einem prospektiven palästinensischen Staat eigentlich nicht leben dürfen sollen.
Wie kommt es, dass Israel immer wieder dämonisiert und ihm de facto das Recht abgesprochen wird, sich gegen seine Feinde zur Wehr zu setzen? Warum wird diesen Feinden so viel Verständnis gezollt oder gar Sympathie entgegen gebracht? Weshalb ist die so genannte Israelkritik vor allem hierzulande so ungeheuer beliebt, was treibt sie an, und wie erklärt es sich, dass insbesondere jüdische „Israelkritiker“ wie Avraham Burg eine so überaus breite Resonanz erfahren?
Alex Feuerherdt ist freier Autor und lebt in Bonn. Er schreibt regelmäßig für verschiedene Zeitungen und Zeitschriften zum Thema Nahost, unter anderem für die Jüdische Allgemeine, Konkret, den Tagesspiegel und die Jungle World.
Moderation: Jörg Rensmann, Mideast Freedom Forum Berlin.
Eine Veranstaltung in Kooperation mit der Jüdischen Volkshochschule.
Zeit: 28.1.2010, 19.00 Uhr.
Ort: Jüdisches Gemeindehaus, Kleiner Saal, Fasanenstraße 79-80, 10623 Berlin (Karte).
Die Iran-Konferenz "Time to act" ging am Abend des 29.11.2009 nach zahlreichen hochklassigen Vorträgen und langen und intensiven Diskussionen zu Ende. Das MFFB bedankt sich ganz herzlich bei allen Beteiligten und Anwesenden!
Am 29.11.2009 berichtete die ARD Tagesschau um 20.15 über die Konferenz:
Die Video- und Audio-Dokumentation der gesamten Konferenz wird bald online auf dieser Seite veröffentlicht. Abonnieren Sie unseren Newsletter um darüber und über alle weiteren Aktivitäten informiert zu werden!
Berichte zur Konferenz sind u.a. in der WELT, in der Jerusalem Post, im Deutschlandradio Kultur und im NDR-Radio erschienen. In der Jüdischen Allgemeinen ist ein Interview mit Prof. Gerald Steinberg sowie ein Kommentar von Saba Farzan erschienen.
Time to act
Das Mideast Freedom Forum Berlin unterstützt die diesjährige Kundgebung gegen den islamistischen und antisemitischen Al-Quds-Tag in Berlin. Die Kundgebung wird am 12. September, 14.00 Uhr, an der Ecke Knesebeckstr./Kurfürstendamm (Nähe U1 Uhlandstr.) stattfinden. Aktuelle Informationen zur Kundgebung und zum Al-Quds-Tag finden Sie hier.
Unten finden Sie den Aufruf in deutscher Sprache, die persische Version finden Sie hier.
Jährlich inszeniert die „Islamische Republik Iran“ zum so genannten Al-Quds-Tag einen Propagandaaufmarsch in Teheran, die Hisbollah paradiert in Beirut, Hamas in Gaza und bei Demonstrationen weltweit wird die Ideologie der Islamischen Republik verbreitet. In Berlin marschierten Teilnehmer der Al-Quds-Demonstration wiederholt mit Symbolen terroristischer Organisationen.
Vor dreißig Jahren wurde die Islamische Republik im Iran errichtet. Dieses Regime verfolgte von Beginn an eine antisemitische und antiisraelische Politik und so rief Ayatollah Khomeini dazu auf, jedes Jahr am letzten Freitag im islamischen Fastenmonat Ramadan für die „Befreiung" Jerusalems und die Vernichtung Israels zu demonstrieren. Mit ihrer ideologischen und logistischen Unterstützung der terroristischen Organisationen Hisbollah und Hamas befördert die Islamische Republik aktiv die Gewalt im Nahen Osten. Dabei instrumentalisiert sie die Situation der Palästinenser zur Legitimierung, Fortsetzung und Festigung ihrer Gewaltherrschaft.
Audio-Dokumentation der Veranstaltung mit Prof. Dr. Ingo Hofmann, Javad Asadian, Jörg Rensmann und einem Vorwort von Lala Süsskind, Vorsitzende der Jüdischen Gemeinde Berlin:
29. Oktober 2009, 20 Uhr
Ort: Berlin, Filmbühne am Steinplatz, Hardenbergstr. 12 (U/S Zoologischer Garten)
Seit Beginn der islamischen Diktatur im Iran ist die Diskriminierung und Verfolgung religiöser Gruppen, die nicht dem schiitischen Islam in der Auslegung der Machthaber angehören, ein fester Teil des Staatsterrors. Besonders die Bahá'í-Gemeinde wird massiv verfolgt und ist durch Diskriminierung, Schauprozesse, Friedhofsschändungen und gewalttätige Übergriffe existenziell bedroht. Auch die trotz Vernichtungsdrohungen gegen Israel angeblich sichere Situation der Jüdinnen und Juden im Iran ist bei näherer Betrachtung wesentlich prekärer als oft dargestellt. Die zentrale Bedeutung und Gefahr der antisemitischen und bahaifeindlichen Ideologie des Regimes zeigt sich besonders in der aktuellen Krisensituation. Nicht nur wird durch Regimemedien und Milizen eine regelrechte Pogromstimmung geschürt, auch die iranische Freiheitsbewegung gegen das Regime wird als „zionistisch“ oder „von Bahá'í gelenkt“ denunziert und brutal verfolgt.
Podium:
Prof. Dr. Ingo Hofmann, seit 2005 Beauftragter für auswärtige Angelegenheiten der Bahá'í-Gemeinde Deutschland und ihr Sprecher in Fragen von Menschenrechtsverletzungen. In diesem Zusammenhang ist sein Schwerpunkt die Unterdrückung der Bahá'í im Iran. Professor Hofmann ist von Beruf Physiker und in der Forschung und Lehre an der Universität Frankfurt tätig.
Javad Asadian, Schriftsteller und Politikwissenschaftler, Ex-Präsident des exiliranischen PEN, Berlin.
Gesprächsleitung:
Jörg Rensmann, Mideast Freedom Forum Berlin
Eine Veranstaltung der Jüdischen Volkshochschule in Zusammenarbeit mit dem Mideast Freedom Forum Berlin, der Kampagne Stop the Bomb und der DIG Berlin-Potsdam.
Rede auf der Kundgebung "Freiheit statt Islamische Republik" von STOP THE BOMB, weitere Informationen und die restlichen Redeibeiträge finden Sie hier.
Meine Damen und Herren,
Vor vier Monaten, am ersten April diesen Jahres, hatte ich bereits einmal die Ehre, auf einer von Stop the Bomb organisierten Kundgebung zu sprechen. Ich sagte damals über den Charakter des iranischen Regimes: „Um den Zug der Expansion zu führen und immer weiter zu beschleunigen, dafür bedarf es Anführern aus dem Umfeld der Revolutionären Garden, die bereit sind, kompromisslos und ohne zu zögern zuzuschlagen. Die Elite dieses Regimes besteht nur noch aus den brutalsten Elementen der Mullahhierarchie einerseits, dem für den Terror nach innen und aussen zuständigen Apparat der Revolutionsgarden andererseits. Einen Platz für sogenannte Reformer gibt es nicht mehr.“
Dreitägiges Seminar im ABC Bildungs- und Tagungszentrum in Hüll (bei Hamburg) mit Ali Schirasi, Solale Schirasi, Sebastian Voigt, Henning Wötzel-Herber und Jonathan Weckerle. Weitere Informationen und die Möglichkeit zur Anmeldung finden Sie hier.
Podiumsdiskussion an der Universität Halle mit Dr. Matthias Küntzel, Dr. Frederek Musall, Prof. Dr. Ralf Elger und Jonathan Weckerle.
„Die Zeitbombe tickt. Wird die internationale Staatengemeinschaft den iranischen Griff zur Bombe noch verhindern können? Berlin ist in dieser Auseinandersetzung besonders exponiert: Deutschland wurde gemeinsam mit den fünf Vetomächten des Sicherheitsrats mit den Iran-Verhandlungen betraut und ist besonders verpflichtet, einem Regime, das den Holocaust leugnet, entgegenzutreten. Gleichzeitig ist die Bundesrepublik bis heute der mit Abstand wichtigste Handelspartner und der bevorzugte Ansprechpartner der Mullahs im Westen.“
Die Veranstaltung fand am 4.3.2009 statt, weitere Informationen dazu finden Sie hier. Die Einleitung ist auf deutsch, die Vorstellung und die Rede von Amir Taheri auf englisch.